Über Sven Knoch

Ich bin im dritten Jahrzehnt als Grafik- und Onlinemann in meinem Element. Ich hasse Klüngelei, ich liebe es, wenn Qualität für sich sprechen darf. In den 1990ern war ich zum Beispiel grafischer Leiter der legendären SAT.1 Wochenshow. Als freischaffender Art Director, Cartoonist und Redakteur arbeite ich seit 2000 selbständig und bin routiniert in der Erstellung von Websites, grafischen Elementen, Animationen sowie redaktionellen Inhalten zur Weiterverwertung in Internet, TV und Print. Weiter mit Musik.

Bis zum Spätsommer

Zum Tod von Konrad Beikircher

Konrads Managerin Elisabeth „Eli“ Plum hatte uns ein Date gebastelt.

Konrad Beikircher trat in der Berliner Distel auf, und Eli schickte Maryvonne und mir Karten. Nach der Vorstellung lud Konrad uns ins Grill Royal ein. Es gab Unmengen von Steak, Filetspitzen und Wein. Es ging noch um nichts Konkretes. Es gab Lebensgeschichten, seine und meine.

Konrad wollte sie hören. Also erzählte ich ihm vom Straßentheater und vom Kabarett, von Pantomime und Schauspiel, vom Schreiben fürs Fernsehen und davon, wie ich zur Grafik gekommen war, weil beim Theater eben auch jemand Plakate und Programmhefte machen musste.

Er hörte sich das alles an und sagte nur: „Mir war gleich klar: Nach dem, was die Eli über dich erzählt hatte, kann das kein Mensch mit einem geraden Lebenslauf sein.“

Damit war eigentlich alles geklärt.

Maryvonne und ich begleiteten ihn später zu seinem Hotel in der Friedrichstraße. Schon bald wurde es konkret: das Berliner Abendessen wurde Fundament einer mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit mit sehr vielen, sehr schönen Projekten. Als Key-Art für das Programm „Dat dat dat darf“ entstand sein ikonisches Porträt als Ludwig van Beethoven.

Die meiste Kommunikation lief weiter über Eli – Konrad war in seinem Universum unterwegs. Aber wenn es wichtig wurde, sprachen wir miteinander: wenn ein neues Plakat entstehen sollte, eine grundsätzliche Entscheidung anstand oder eine kaputte Website wie für das geliebte Kunstprojekt The RhineArt wieder zum Leben erweckt werden musste.

Wir rockten seine Website, Plakate, Keyvisuals. Wir unterstützten ihn bei seinen Social-Media-Auftritten. Wir bearbeiteten Bilder, schnitten Videos, schrieben Texte. Es war nie nur eine einzelne Disziplin. Es ging immer darum, für Konrad und seine Geschichten die passende Form zu finden, die so vielseitig war wie der Mann selbst.

Unser letztes Gespräch führten wir ein paar Wochen vor seinem Tod.

Wir sprachen darüber, seine Website neu zu denken. Sie sollte nach seinem Rückzug vom Tourleben künftig stärker vom Katharinenhof erzählen – dem Ort, an dem Konrad weiter stationär aktiv sein wollte: als Künstler, gemeinsam mit seiner Frau Anne, mit seinen Programmen, als Gastgeber für Bühnenkünstler und mit dem alljährlichen Skulpturengarten. Wir verabredeten uns für den Spätsommer, um auf dem Hof mit ihm und Anne darüber zu reden.

Dann kam alles anders. Aus einer Zukunft, über die wir noch ganz selbstverständlich gesprochen hatten, ist innerhalb weniger Wochen Erinnerung geworden.

Was bleibt, sind mehr als zehn Jahre gemeinsamer Arbeit. Und die Erinnerung an einen Abend mit viel zu viel Steak, viel Rotwein und einem Mann, der sehr genau wusste, dass gerade Lebensläufe meistens die langweiligeren Geschichten erzählen.

Konrad fehlt so vielen. Er fehlt uns allen – ganz konkret und nicht wegen irgendetwas Konkretem.

Mach et jot, Konrad.

Vertrauen

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Vertrauen

Professionalität zeigt sich nicht im Dauererklären. Sondern darin, dass Arbeitsteilung funktioniert.

Man merkt unserer Zeit an, dass sie nervös ist.

Budgets sind enger, Märkte unübersichtlicher, Verantwortung schwerer. Man erklärt sich Dinge lieber zweimal. Man lässt sich vor dem Call von KI die Grundlagen sortieren, will vorbereitet wirken. Das ist kein Makel. Es ist Ausdruck von Sorgfalt.

Gleichzeitig entsteht hier Verschiebung: Zusammenarbeit wird zur Dauererklärung, Expertise zur Verteidigung.

Funktionierende Systeme und Expertise sind keine Dekorationsobjekte. Sie sind lebendige Architekturen. Man sieht ihnen nicht an, wann sie gewartet wurden – so wie man einem Motor nicht ansieht, ob er sauber eingestellt ist. Man merkt es erst, wenn etwas nicht mehr rund läuft.

Die besten Konstellationen funktionieren anders.

Batman diskutiert nicht jede Schraube am Batmobil mit Alfred. Der Formel-1-Fahrer erklärt der Boxencrew nicht, wie man Reifen wechselt. Und niemand stellt sich in den Kult-Imbiss und verhandelt über die Gewürzmischung.

Nicht, weil man nichts hinterfragen darf. Sondern weil Rollen Klarheit schaffen. Vertrauen ist keine Gefälligkeit. Es ist die Entscheidung, Verantwortung dort zu lassen, wo Kompetenz liegt.

Gute Arbeit ist unspektakulär, solange sie gemacht wird. Sie wird erst dann zum Drama, wenn sie fehlt.

Professionalität zeigt sich nicht im Dauererklären. Sondern darin, dass Arbeitsteilung funktioniert.

Man merkt unserer Zeit an, dass sie nervös ist. Nutzen wir die Freiheit, entspannt zu bleiben, wo es möglich ist.

Ende. Vorerst.

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Milton Glaser

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Milton Glaser

Die Rolle von Gestaltung ist es nicht, sich aus der Welt herauszuhalten.

Milton Glaser hat Gestaltung nie als hübsche Oberfläche verstanden. Für ihn war sie eine Form gesellschaftlicher Teilnahme – und damit immer auch eine Frage der Verantwortung.

Wer Bilder, Zeichen und Botschaften in die Welt setzt, prägt, wie Menschen diese Welt wahrnehmen. Werbung, Medien und Politik teilen sich nicht nur Techniken. Sie teilen sich die Macht, Wirklichkeit plausibel erscheinen zu lassen.

Die Aufbruchsstimmung der Sechziger war von der Hoffnung getragen, dass sich Verhältnisse verändern lassen. Bürgerrechtsbewegung, Protest und Gegenkultur machten Gestaltung zu einem sichtbaren Teil dieser Hoffnung.

Dass die Welt sich nicht zwangsläufig zum Besseren verändert, entbindet Gestalterinnen und Gestalter nicht von ihrer Rolle. Im Gegenteil: Gerade dann wird Haltung praktisch.

Auf der Seite des Lichts zu stehen ist kein Stil. Es ist eine Entscheidung.

Ende. Vorerst.

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Übern Berg

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Übern Berg

Wenn ein traditionsreiches Zeichen modernisiert wird, zeigt sich, ob Geschichte als Material oder als Ballast verstanden wird.

„Glow-up“ nennt man eine Veränderung, die deutlich zum Besseren führt. Das Paramount-Logo hatte einen solchen behutsamen Entwicklungsschritt bekommen: Berg, Sterne und Schriftzug blieben, aber Proportionen, Schatten und Farbe wurden präzisiert.

Eine gute Überarbeitung erkennt, dass Bekanntheit kein Materialfehler ist. Sie muss nicht alles neu erfinden, um eine klare Entscheidung zu treffen.

Das später diskutierte Zeichen geht den entgegengesetzten Weg. Der geschwungene Schriftzug verschwindet, der Name wird unter den Berg gesetzt, ein Wellenmuster soll Gegenwart herstellen. Übrig bleibt weniger Reibung – und weniger Geschichte.

Solche Entscheidungen werden gern als Modernisierung verkauft. Oft erzählen sie jedoch vor allem von Macht, Kosten und der Vorstellung, dass Gestaltung austauschbar sei, solange der Bezahlen-Knopf funktioniert.

Tradition allein ist kein Qualitätsbeweis. Aber wer sie verwirft, sollte wissen, welchen Wert er dafür bekommt.

Ende. Vorerst.

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Ein Sommer mit Konrad Beikircher

Seit einem halben Jahrhundert erklärt der Tiroler Tausendsassa Konrad Beikircher den Rheinländern das Rheinland – zu deren größtem Amüsement.

Der Fotograf, Grafiker, Regiekameramann und Autor Bernd Siering und Kameramann Henning Kopp haben Konrad einen Sommer lang für die SWR Kulturmatinee begleitet. Entstanden ist in gemeinsamer Regie, Autorenschaft und Schnitt das einfühlsame Portrait eines Mannes, der aus verschiedenen Perspektiven auf sein künstlerisches Leben zurückblickt.

GR wird die Internet-Fans von Konrad künftig regelmäßig einladen, sich das Portrait in der ARD-Mediathek anzuschauen. Dazu hat Konrads Management das vom SWR das Placet bekommen, Standbilder und Zitate des Portraits zu nutzen, die GR für die Social-Media-Nutzung aufbereitet. Am 21. März gingen die ersten Teaser in Konrads Instagram und Facebook online.

Blütenduft

Wir haben ein schönes Foto als Basis für unser Artwork, wir brauchen bis Montag PR-Material (Pressemotiv) und später ein Plakat in DIN A1. Aufgabe: Die Qualität ist mau, das Original unauffindbar. Wir werden also improvisieren und tricksen. Das ist das Foto, das wir haben. In Originalgröße:

Auf Plakatgröße gezogen wäre das folgende unsere Bildqualität – wir haben Unschärfen, besonders links im Gesicht Kompressions-Artefakte (“Kacheln“) und die degenerativen Effekte von mindestens einmal viel kleiner und dann wieder größer machen:

Mit einer Überbelichtung (nächstes Bild) siehst Du alles noch besser: Unschärfe und links die „Kacheln“ (Pfeil). Die Unschärfe erzählt, dass das Foto schon mal kleiner gemacht und gespeichert wurde (also z. B. von DIN A4 auf DIN A6). Die „Kacheln“ sind JPG-typische Kompressionsartefakte und entstehen in der Deutlichkeit, wenn sehr, sehr stark komprimiert wurde. Die Tatsache, dass die Kacheln auch unscharf sind (und zwar genauso unscharf, wie das Gesicht), bedeutet, dass das stark komprimierte Foto und dann abermals skaliert wurde, um es wider „größer“ zu machen. Über Kompression und Vergrößerung hat das Bild zweimal vehement an Qualität verloren. Es muss ein größeres Original geben – oder zumindest gegeben haben.

Unsere Lösung ohne das Original: Wir verwischen über die Simulation einer weiteren Reduktion die Spuren der vorigen; Meint: Wir machen das Plakat so, als sei es im Tageszeitungsdruck erstellt worden – die Unzulänglichkeiten unseres Ausgangsmaterials werden durch das charakteristische fette Punktraster des Zeitungsdrucks überdeckt. Vor Hinzufügen des Rasters jagen wir das Foto einmal durch KI-Enhancement und entfernen die gröbsten Unzulänglichkeiten (schieb den Balken von links nach rechts, um den Unterschied zu sehen):

Retouch

Jetzt färben wir alles dezent und im Sixties-Style ein, damit es in unser buntes Flowerpower-Plakat passt.

Ungefähr so:

Letraset und Fixogum

Bis zum Durchbruch der Grafikcomputer lag Fixogum rum in allen Räumen, in denen layoutet wurde. Zäh triefte aus einer olivgrünen Tube dieser Flüssigkleber, der nach Benzin roch. Der Clou: mit Fixogum auf Karton geklebtes Papier ließ sich samt Kleber wieder lösen, neu mit Kleber einstreichen und an anderer Stelle aufkleben. Für die täglichen Layoutdinge war Fixogum dein Freund.

Und dann natürlich Letraset. Die Buchstaben populärer und ausgefallener Schriften ließen sich mit Kugelschreibern (oder Falzbeinen) von einer Plastik-Trägerfolie auf Karton oder Papier rubbeln. Weil die Bögen sauteuer waren, gingen wir mit ihnen gern in den Copyshop, kopierten sie, schnitten die Buchstaben aus und klebten sie dann auf (mit Fixogum). Wenn wir beim Kopieren vergrößerten entstanden Grunge-Effekte, die heute noch mit Computern nachgeahmt werden.

Hach. Ich bin nicht sentimental. Aber an einer Fixogum-Tube zu schnüffeln machte mehr Spaß, als an Illustrator und Indesign zu riechen.

SchleFaZ 2024

Am 22. Dezember klang unser Geschäftsjahr 2023 mit einer zünftigen Sause aus. Eingeladen hatten Oliver Kalkofe und Peter Rütten und ihre „SchleFaZ“-Crew (deren grafisches „Außenteam“ wir seit Formatstart in 2013 sind). Ort war die „Westernbar“ des Fontanehauses bei Berlin. Dort feierten wir bei Chicken Wings und Bier den Umzug des von TV-Urgestein Kai Blasberg erfundenen Kultformats zum Kölner RTL-Sender NITRO und RTL+: Das komplette Management-Team von NITRO hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Tag nach Vertragsabschluss an dem Tag, der eigentlich der erste Weihnachtsurlaubstag sein sollte, zur Sause vom Rhein an die Spree zu reisen. Gefeiert wurde, nachdem alle mit 800 aus ganz Deutschland angereisten Fans die letzte Folge SchleFaZ bei TELE 5 gefeiert hatten.

Wir freuen uns darauf, uns mit NITRO im neuen Jahr wieder all unsere bekloppten sendungsbegleitenden grafischen Schmankerln, Social-Media-Ideen und Assets einbringen zu können, an denen TELE 5 in den letzten drei Jahren aus Kosten- und Bock-Gründen kein Interesse mehr hatte. Ob wir SchleFaZ sogar die eigene Website mit Filmfakten, Gewinnspielen, Charity-Aktionen, Blödsinn und Cocktailrezepten zurückgeben können? Wer weiß. Was zählt: Auf jeden Fall macht jetzt das Träumen und Ideen spinnen wieder Spaß.

Liebe NITROs! Es war uns eine Riesenfreude, Eurer Einladung zu folgen, Euch in kleiner Runde am Westernbar-Tisch ausführlich kennenzulernen. Auf 2024, und danke für Chicken Wings und Bier!

Stabil nervös 2024

Ende 2023 starb völlig überraschend der Kölner Musiker Frank Hocker. Gerd Köster, Kindheitsfreund und langjähriger Bühnenpartner, geht mit dem letzten gemeinsamen Programm weiter auf Tour. Das Bildmotiv dazu gestalteten wir in einer Übernachtaktion aus bestehendem Bildmaterial.

Inspiration war die Schluss-Szene aus „Der Himmel über Berlin“ (Wim Wenders, 1987), wenn der Engel Cassiel (Otto Sander) unsichtbar seinen Ex-Kollegen Damiel (Bruno Ganz) und Marion (Solveig Dommartin) beim Zirkustraining am Vertikalseil beobachtet.

Abt.: „Sohschlmedia Profeschennels“ In diesem Satz hat die Halbbildung zwei Fehler versteckt. Achtung, der Satz: „Um die Konversation zu maximieren, bitten wir euch, möglichst viele Rezessionen zu schreiben.“ ?

Wir nehmen alles persönlich

Von Sven K., Cheffe von GR | GR Grafik und Redaktion, das sind zwei Menschen. Wir arbeiten fast Tag und Nacht für ausgesuchte Kunden. Wie können wir so bekloppt sein? Dazu eine Geschichte. Ich weiß nicht, wie viel an dieser Geschichte urbaner Mythos ist, wie viel wahr. Sie erzählt aber, wie ich ticke, wie GR Grafik und Redaktion tickt. Also, die Geschichte: Einer, der uns seit dreißig Jahren seinen Internetkram machen lässt, erzählte, wie er mal zu lange auf seine neue Küche wartete und deswegen beim Küchenbauer anrief. Das Sekretariat des Küchenbauers soll sich entschuldigt haben mit: „Verzeihen Sie, aber Herr Bulthaup ist noch mit einem anderen Kunden beschäftigt.“ Ob wahr oder nicht, lustige Anekdote: Da kümmerte sich der Chef persönlich. Als würde man als Partysänger Frank Sinatra bestellen und der entschuldigt sich persönlich, weil er Dean Martin vorher noch einen Burger braten muss.

Mit GR Grafik und Redaktion ist das tatsächlich so. Wir sind ein inhabergeführtes Kleinunternehmen. Wir sind tatsächlich zwei Leute, aber kompetente: Was wir und in dreißig Jahren seit Projektgründung draufgepackt haben, entspricht einem Schweizermesser für Everything Online. Wir machen tatsächlich die ganze Arbeit, die wir versprechen. Das dauert manchmal etwas länger als beim durchschnittlichen Internet-Willi, ist aber immer ganz individuell und führt zu den wunderbarsten, vertrauensvollsten Kollaborationen, die Du Dir vorstellen kannst. Für die Komödianten / Schauspieler Anke Engelke und Bastian Pastewka zum Beispiel arbeiten wir jeweils seit über 25 Jahren. Und <em>wir</em> arbeiten, nicht irgendwelche Werkstudenten. Ein Angebot, das wir exklusiv geben, an Wenige, die das schätzen. Weil wir bei GR nur tun wollen, was wir lieben. Und mit Vertrauen ist so viel mehr möglich als … ohne Vertrauen. Worst Case:  Es dauert manchmal länger. Aber dafür arbeiten unsere Klienten mit den Chefs. Und die geben sich nie mit weniger als dem Bestmöglichen zufrieden.

Platzhalter

Die GOOGLE-Fonts Website lädt heute auf den Schriftseiten nicht irgendeinen Blindtext als Beispieltext, sondern den ersten Satz des ersten Artikels der UN-Charta: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Weiter ginge es mit: „Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Diese „allgemeine, unverbindliche Erklärung der Menschenrechte“ haben am 10. Dezember 1948 48 Staaten verabschiedet. Sie hieß schon „unverbindlich“, da die USA und die UdSSR drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg bereits wieder mit der Aufnahme von Feindseligkeiten beschäftigt waren. Und was auch viele nicht auf dem Schirm haben: Es gab Staaten, die sich enthalten haben, darunter die UdSSR und mit ihr im Block die völkerrechtlich unabhängige Ukraine.

Bleibt weiter zu hoffen, dass die Erklärung der Menschenrechte über die kleine Erinnerung von GOOGLE hinaus, nicht wirklich zum Blindtext wird.

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