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Yo, das waren wir.




Das arme Facebook muss sich mit dem deutschen Gutmenschentum auseinandersetzen und stolpert dabei über ein Phänomen das so sperrig wie kontrovers diskutiert ist, wie die Vielzahl der Begriffe, die es umschreiben: es geht um das „Gendering„, also um sexusgerechte oder gendergerechte Sprache, auch bekannt als geschlechterfaire, geschlechtersensible oder nicht-sexistische Sprache. Das führt bei Facebook ironischerweise gerade dazu, dass die sonst vokabular bevorzugten Männer ausnahmsweise in Hintertreffen geraten: Berufsbezeichnungen von Fanpages werden nämlich im Zuckerberg-Kosmos derzeit unfreiwillig männerdiskriminierend, denn indem die Facebook-Grafik es schick findet, Berufsbezeichnungen in Kapitälchen zu schreiben wird die beliebte Gendering-Technik des „Binnen-i“s, also des großgeschriebenen „i“s innerhalb einer Berufsbezeichnung unsichtbar. Volltreffer, liebe FacebookerInnen (und außen) :-) Was wohl Fräulein Clooney, die beliebte Schauspielerin/Regisseurin dazu sagt? …



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